Die Genossenschaft Migros Basel |
Am 10. Februar 1930 hat Gottlieb Duttweiler seiner 1925 in Zürich gegründeten „Migros AG“ eine Zweigniederlassung in Basel an der Reinacherstrasse hinzugefügt.
Diese startete mit einem Sortiment von sieben Artikeln , das auf zwei kleinen Ford-Lastwagen an beweglichen Standorten zum Strassenverkauf angepriesen wurde. Die Basler Behörden aber mochten „das Hausieren ohne Bewilligung unter Störung des Strassenverkehrs“ nicht und reagierten mit polizeilichen Massnahmen. Die Regierung anerkannte aber nach grösseren Protestaktionen schliesslich doch noch Duttweilers Unternehmenspolitik.
So wurden neben den „fahrenden Läden“ kontinuierlich die ersten einfachen Verkaufsstellen eingerichtet: an der Sternengasse, Vogesenstrasse, Sängergasse und Rebgasse. Am 28. Januar 1941 schliesslich wurde an der Eisengasse die „Genossenschaft Migros Basel“ gegründet.
Heute betreibt die Migros Basel 60 Detailhandelsverkaufsstellen, sechs Migros-Restaurants und zehn Migros-Partner. Sie beschäftigt insgesamt 3’300 Mitarbeitende.
Das Wirtschaftsgebiet umfasst die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Jura sowie die Filialen in Moutier (Bern) und Breitenbach (Solothurn). Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder bewegt sich um 170'000 Personen.
1995 hat die Genossenschaft Migros Basel in den süddeutschen Raum expandiert und betreibt zurzeit in Lörrach, in Freiburg im Breisgau und in Reutlingen bei Stuttgart (seit 25. September 2008) erfolgreich drei Migros-Frische-Märkte. Weitere Filialen in Süddeutschland sollen in den nächsten Jahren realisiert werden. Die nächste Eröffnung erfolgt bereits am 25. September 2010 in Ludwigshafen.
1977 schenkte die Migros Basel der regionalen Bevölkerung den legendären „Fasnachtsbrunnen“ von Jean Tinguely auf dem Theaterplatz.
Mit dem Kulturprozent, einer freiwilligen Verpflichtung, ermöglicht die Migros Basel der Bevölkerung in ihrem Wirtschaftsgebiet den Zugang zu kulturellen und sozialen Leistungen.
Die Stiftung im Grünen in Münchenstein ist ein Beispiel für dieses Engagement. Der Park ist 1980 aus der nationalen Gartenbauausstellung „Grün 80“ hervorgegangen. Das jährliche Betriebsdefizit für den Unterhalt des Geländes wird seither vom Migros-Kulturprozent getragen.
Die prächtige Landschaft mit den Seen und Gärten, die Spielwiesen sowie der Kinderspielplatz gehören zu den Attraktionen der Anlage. Neben der Parkpflege obliegt der Migros Basel auch der Betrieb des Restaurant „Seegarten“.
Wahrzeichen des Parks ist ein über vierzig Meter grosses Dinosauriermodell.
|