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Feuerwerke gehören dazu


Basel feiert das Geburtstagsfest am letzten Juliabend, der Rest der Schweiz am ersten August.


Pech, wenn der 1. August wie dieses Jahr auf einen Sonntag fällt. Perfekt, wenn man ihn in Basel feiert. Denn am Rhein steigen Feuerwerk und Party zum Schweizer Nationalfeiertag jeweils schon am 31. Juli. Auf dem Land grilliert und kracht man am Abend des 1. August. Obwohl sich die Geister scheiden, wenn es um patriotische Gefühle und um Feuerwerke geht, sind beide nicht vom Schweizer Nationalfeiertag zu trennen.

Für kleine Buben müssen Kracher laut knallen. Erwachsene hingegen bewundern die leiseren Funken, die vom dunklen Nachthimmel regnen. Besitzerinnen und Besitzer von Haustieren sorgen sich um ihre Lieblinge. Und manche Schweizerin und mancher Schweizer flüchten gar regelmässig über die Grenze, in ein ruhiges Restaurant. Leben und leben lassen, heisst hier die Devise.

Toni Bussmann von der Bugano AG hat sich mehr oder weniger sein ganzes Leben lang mit Feuerwerken befasst. Er organisiert die grossen Feuerspektakel der Schweiz und beliefert rund 500 Wiederverkäufer, darunter auch die Migros Basel, mit Feuerwerken. Interessant ist es daher, seine persönliche Meinung zum Pro und Contra zu erfahren.

Bei einem derart heissen Thema plädiert Toni Bussmann an erster Stelle für Toleranz und Rücksichtnahme. Obwohl sein Herz für den Feuerzauber schlägt, versteht er jene, die diesem wenig abgewinnen können. „Wenn es um Haustiere geht, so bringt man diese idealerweise an einen Ort, wo sie vor Lärm und grossen Lichtkontrasten geschützt sind.“, rät er.

Rücksichtnahme und Sicherheit

Eltern von Kindern, die von Feuerwerken fasziniert sind, sollten diese anhalten, ihre Knaller nicht bei jeder Tages- und Nachtzeit zu zünden. „Letztendlich ist dies auch eine Frage der Erziehung zu Respekt und Rücksichtnahme.“, sagt der Experte.

Rücksichtnahme empfiehlt Toni Bussmann auch den Erwachsenen, die einen besonderen Anlass mit einem Funkenregen zelebrieren möchten: „Private Feuerwerke sollten geplant werden. Dazu gehören Sicherheit und Zumutbarkeit gegenüber den andern Quartierbewohnern. Sicherheitsabstand und Gebrauchsanweisung stehen auf jeder Packung. Diese sollte man – nota bene – lesen, solange es noch hell ist.“

Als Berufsmann vertritt Toni Bussmann ganz klare Vorschriften: „Beim Zünden von Feuerwerken gelten ähnliche Regeln wie im Strassenverkehr: Nüchtern passieren weniger Unfälle. Dies bestätigen auch Beispiele aus dem benachbarten Ausland, wo an Silvester erst um Mitternacht und dann oft in angetrunkenem Zustand gezünzgelt wird. Der Geburtstag der Schweiz hingegen ist ein Familienfest, an dem der Feuerzauber viel früher über die Bühne geht.“

Bei aller Kontroverse ums Thema hat der Profi denn auch viel Verständnis für Kinder: „Buben sind seit jeher von Feuerwerken fasziniert. Man sollte sie ihnen, besonders in einer Zeit, in der sie so oder so wenig Spielraum haben, nicht verbieten. Aber die Erwachsenen müssen sie im Umgang damit anleiten und die Sicherheitsvorkehrungen beachten. Vor allem Väter stehen da in der Pflicht, da sie eine wichtige Vorbildfunktion haben.“

Beliebte Vulkane und Batterien

1987 gründete Toni Bussmann die Bugano AG, die sich auf einem speziell für die Feuerwerkbranche eingezonten Gelände befindet und über moderne Sicherheitstechnik und Infrastruktur verfügt. Er ist Fachmann für die Produktion, den Transport, den Verkauf und für die Organisation von Feuerwerken und beschäftigt 30 Festangestellte und ebenso viele Teilzeitbeschäftigte. Ein Drittel der von der Bugano AG vertriebenen Feuerwerke sind Vulkane, die im luzernischen Neudorf hergestellt werden.

Die meisten Feuerwerke aber kommen aus China, wo der Schweizer Bussmann seit über zwanzig Jahren mit den gleichen Experten und Fabriken zusammenarbeitet. Entsprechend gross ist sein Einfluss auch auf die dortige Produktion und die Zusammenstellung des Angebots für die Schweiz.

Feuerwerk – auch bei der Migros Basel

Es muss ja nicht gleich der Eyjafjallajökull sein, aber ein Vulkan zum 1. August wünscht sich wohl jeder kleine Bub. Die Migros Basel verkauf seit über zehn Jahren Feuerwerke. Dabei sind die Vulkane überaus beliebt. Im Trend liegen seit ein paar Jahren aber auch die Feuerwerk-Batterien.

Lagerung und Verkauf von Feuerwerk sind in der Schweiz bewilligungspflichtig. Die Feuerpolizei der einzelnen Kantone gibt die entsprechenden Vorschriften zu Lagergut, Lagerort, Verkaufsort und Schulung des Verkaufspersonals heraus. Daher gibt es die Feuerwerke nur in den folgenden Filialen:

Im MParc Dreispitz Basel und im MParc Delémont; im Claramarkt Basel und im Paradies in Allschwil; im MM Schönthal in Füllinsdorf; im MM Bubendorf, Oberwil, Ettingen und Breitenbach sowie im Do it & Garden Sternenhof in Reinach.

 

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